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18.11.2011 11:50 Alter: 5 yrs

Überzeugend - Kreative Marketingideen für Freizeiten


Anfang November 2011 trafen sich Interessierte der Kinder- und Jugendfreizeitenarbeit in Ludwigshafen, um sich in einem Workshop intensiv mit der Frage zu beschäftigen, wie ihre Maßnahmen überzeugend beworben werden können. Dabei war klar: Sie sind nicht die Einzigen, die um die Teilnahme von jungen Menschen für Freizeiten und Jugendreisen werben. Wie können die Angebote, die die Evangelische Jugend bereithält, auch die erreichen, für die sie gedacht sind? Wie spricht man junge Leute mit seinen Freizeiten an, so dass sie sich interessieren und Lust haben, teilzunehmen?

In einem ersten Schritt galt es, einen Überblick über die eigene Organisation zu erhalten. Mittel der sogenannten SWOT-Analyse ermittelte jede(r) Teilnehmer(in) die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der eigenen Freizeitenarbeit und präsentierte die Ergebnisse anschließend einer fremden Person aus dem Workshop. Dieses wurde am Folgetag als Basis für die Weiterarbeit genutzt.

In der Einstiegsrunde des Tages nannte jede(r) seine/ihre beste Werbe- bzw. Marketingidee, die schon mal erfolgreich umgesetzt wurde.  Allein bei dieser Sammlung konnte man einen ganzen Strauß voller Vorschläge und konkreter Ideen mitnehmen. In einer grundlegenden Einführung durch den Referenten Rainer Lange, von Lange Lampert Ohmann – Kommunikation und Beratung, wurden die Teilnehmenden darüber informiert, was es heißt Marketing zu betreiben, wie Planungsschritte des Marketings aussehen und wie aus der SWOT-Analyse eine Bilanz gezogen werden kann, die in ein geschärftes Profil münden kann.

Dass dabei eine klare Zielbestimmung äußerst hilfreich ist, die möglichst Kopf, Herz und Hand anspricht, schien außer Frage. Wie aber sieht eigentlich meine Kernzielgruppe aus? Sind unsere Freizeiten nicht offen für alle? Lange erinnerte nochmal an die SINUS-Milieustudie und verdeutlicht an Beispielen aus der Welt der freien Wirtschaft, wie Menschen erreicht werden, wenn die richtigen Töne angeschlagen werden. Dazu gehört es, die Gefühlebene zu betonen, die Sachebene herzustellen, die Bedürfnisse anzusprechen und an Werte anzuknüpfen. Außerdem kommt es darauf an, den Umworbenen klar beantworten zu können, was es ihnen bringt und welche ihrer Bedürfnisse mit dem vorgehaltenen Angebot befriedigt werden.

Nach diesem theoretischen Input ging es an die praktische Arbeit. Das mitgebrachte Werbematerial wurde dem kritischen Blick der Gruppe und des Referenten ausgesetzt. Gemeinsam wurde die Wirkung von Bild und Text analysiert und Tipps und Tricks für die Gestaltung formuliert.

In sogenannten „Projektagenturen“ sollte für drei Teilnehmer(innen), die jeweils eine konkrete Fragestellung bzw. Herausforderung formuliert hatten, ein individuelles Marketing-Planungsmodell entwickelt werden. Hier kam es darauf an, das Gehörte in das eigene bzw. das Arbeitsfeld der Kolleg(inn)en zu transferieren. Die drei formulierten Ziele waren durchaus anspruchsvoll: Die Beteiligung für ein bestimmtes Angebot sollte um 50 Prozent gesteigert werden. Das neue Angebot einer Segelfreizeit sollte passgenau platziert und beworben werden. Die Beteiligung von 16- bis 20-jährigen bei den für sie angebotenen Freizeitmaßnahmen sollte deutlich gesteigert werden. Die Arbeitsergebnisse konnten sich sehen lassen und beinhalteten konkrete Schritte für die zu Beratenden, die sie mit in ihre Arbeit vor Ort mitnehmen konnten.

Alle Teilnehmenden formulierten am Ende des Workshops konkrete Ansatzpunkte, an denen sie vor Ort bei ihren Freizeitangeboten weiterarbeiten wollten. Dazu gehörte eine bessere Jahresplanung genauso wie die ansprechendere Gestaltung des Werbeflyers oder die bessere Pflege der Adressdatei. Vom Erfolg des Workshops werden hoffentlich im nächsten Jahr Freizeitmaßnahmen zeugen, die kreativ beworben werden, frühzeitig restlos ausgebucht sind und die sich vor ehrenamtlichem Engagement nicht retten können.

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