... fischt frische Fische

 

Tipps für den Einkauf von Fisch

Der Fischmarkt ist ein globaler Markt. Da viele Fischbestände aber wegen Überfischung gefährdet sind, sollte man beim Einkaufen genau hinschauen und nachfragen.

 

Bei der Erstellung von Essenplänen für Freizeiten sollte man vor allem eines beachten: Fisch in Maßen genießen. Die natürlichen Ressourcen können die globale Nachfrage nach Fisch kaum decken. Meeresfrüchte sollte man daher als das ansehen, was sie sind: Etwas Kostbares, das man bewusst und in Maßen genießen sollte.56 Ein Fischgericht pro Woche sollte ausreichen. Früher gab es Fisch nur freitags – „meer“ nicht.

Genau hinschauen: Auf jedem Produkt sollte stehen, wie der Fisch heißt, woher er stammt und wie er gefangen wurde. Zu bevorzugen sind Fangmethoden, die andere Bestände schonen, wie der Fang mit sogenannten pelagischen Netzen, mit denen im Schwarm lebende Fische wie Hering oder Makrelen gefangen werden.

Fisch aus Aquakultur ist nicht unbedingt ökologisch besser: Die Zucht der Fische in Aquakulturen wirkt nicht in jedem Fall der Überfischung der Meere entgegen. Farm-Lachs oder -Garnelen werden mit Fischmehl aus Wildfängen gefüttert. Besser sind Produkte aus Öko-Aquakulturen, etwa mit dem Naturlandsiegel.58

Informationen vorab sammeln: Der Greenpeace-Ratgeber „Fisch – beliebt, aber bedroht” erklärt, welcher Fisch auf den Tisch gehört und welcher nicht. www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei

Nachhaltigkeitssiegel geben Orientierung: Auf immer mehr Fischprodukten befinden sich Siegel, zum Beispiel von „Marine Stewardship Council” (MSC) oder „Friends of the sea” (FoS). Ware mit diesen Zeichen stammt angeblich aus nachhaltiger Fischerei oder Aquakultur. Blind sollte man sich zwar nicht darauf verlassen – Umweltschützer(innen) kritisieren die ihrer Meinung nach teils zu laschen Regeln.59 Allerdings zeigen sie, dass die Fischereiunternehmen in bestimmten Bereichen nachhaltig arbeiten. Produkte mit diesen Zeichen stellen im Vergleich zu ungekennzeichneten zumindest das geringere Übel dar.

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56 Greenpeace Magazin, Ausgabe 5/2011, Seite 28
57 Greenpeace Magazin, Ausgabe 5/2011, Seite 28
58 Greenpeace Magazin, Ausgabe 5/2011, Seite 28
59 Greenpeace Magazin, Ausgabe 5/2011, Seite 28