Ziel eines nachhaltigen Küchenbuches

"Bock aufs Kochen"

Jan Fragel, Autor "Ich bin hin und weg"
Jan Fragel, Autor "Ich bin hin und weg"

Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen! Nur ein altes Sprichwort?

Mitnichten, das weiß jede gertenschlanke Teenagerin. Denn immer wenn sie mit dem Hinweis auf ihre Figur die deftige Mahlzeit von der Oma ablehnt, diese dann doch unbeirrt entgegnet, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten, dann weiß sie, dass Oma es ernst meint. So ist das mit den Großmüttern, und ganz sicher haben sie recht.

Eine Freizeit in den Sommerferien ist für viele Jugendliche der Höhepunkt der Ferien.
Das erste Mal weg von zu Haus. Allein. Zwei Wochen lang. Sie wollen neue Freunde finden. Sie können das erste Mal die Erfahrung machen, eine große „Familie auf Zeit“ zu bilden; bei Spiel und Spaß, Diskussionen und beim Erleben von Gemeinschaft.

Die Freizeitleiter*innen und ihre ehrenamtlichen Teams haben sich wochenlang vorbereitet, haben Geländespiele entwickelt, kreative Workshops geplant, Andachten oder Zeit zur Besinnung vorgesehen.
Es soll abwechslungsreich und spannend, auf keinen Fall langweilig werden. Die zwanzig, dreißig oder mehr Jugendlichen sollen mit dem wohligen Gefühl im Bauch nach Hause fahren, etwas ganz Besonderes und Einmaliges erlebt zu haben.

Damit das gelingt, darf nicht nur die inhaltliche Vorbereitung gut sein.  Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit muss der Versorgung geschenkt werden, schließlich stehen Mahlzeiten dreimal täglich auf dem Programm. Wenn das Essen nicht schmeckt, halten Murren und Meckern lange über die Freizeit hinaus an.

Viele Freizeiten führen in Zeltlager oder „Selbstversorgerhäuser“, in denen sich
die Gruppen – wie der Name erahnen lässt – selbst versorgen müssen. Eine große Küche, Töpfe, Pfannen, Kochlöffel – und schon kann es losgehen.
Doch wie gelingt das perfekte Teenie-Dinner?
Wie schafft man es, die Jugendlichen nicht nur gut zu versorgen, sondern auch aktiv in die Küchenarbeit einzubinden - obwohl sie zu Hause oft noch keine Erfahrungen mit dem Kochlöffel sammeln konnten? Viele haben keine Ahnung, wie viel Spaß ein Berg Kartoffeln bringt, wenn man ihn mit Schälmessern bezwungen hat.

In diesem Buch geben sowohl Küchenprofis, als auch erfahrene Freizeitleiterinnen und -leiter Tipps und Tricks, wie Begeisterung fürs Kochen geweckt werden kann. Eine perfekte Tomatensoße oder eine unwiderstehliche Salatsoße lassen die Geschmacksnerven tanzen.

In Zeiten von Klimawandel und den damit verbundenen Gefahren für viele Menschen, besonders in den armen Ländern des Südens, in Zeiten wachsender weltweiter Ungerechtigkeiten bei uns und anderswo soll sich der Aspekt der Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch dieses Buch ziehen.

Aber keine Angst: Moralin ist keine Zutat zu diesem Küchenbuch. Klimafreundlich und sozial gerecht zu kochen ist, wenn man damit anfängt, ein Abenteuer. Jedenfalls für die, die beim Einkauf bisher nur auf eins geachtet haben: den niedrigsten Preis.

Wir wollen zeigen, dass „nachhaltiges Kochen“ Spaß macht und nichts mit Verzicht zu tun hat – selbst wenn es zunächst einmal danach klingt. „Nachhaltiges Kochen“ ist weder schwer noch unerschwinglich; auch wird ein besonderes Augenmerk auf die „Freizeitküche“ den restlichen „Freizeitplan“ nicht durcheinander wirbeln. Im Gegenteil. Es wird eine Bereicherung.

Jan Fragel

 

Wer möchte, kann hier online im Nachhaltigen Küchenbuch blättern!