Klima-Checker in der Freizeitenküche

Praktische Tipps, wie die Ernährungswende in der Freizeitküche gelingen kann

Am allerwichtigsten ist es, dass alle Freizeitteilnehmer*innen in der Küche selbst schneiden und braten, kneten und zubereiten dürfen. Nur wem der Duft frischer Kräuter beim Schneiden in die Nase gestiegen ist, wer einem Brathuhn die Kräuter unter die Haut geschoben hat und Orangenhaut als Geschmacksträger und nicht als Schönheitsmakel begriffen hat, versteht, warum Tütensuppen und Büchsenravioli eigentlich nicht auf den Teller gehören.

Die Essensplanung:

  • Teilnehmer*innen aktiv in die Essenplanung einbeziehen – Kochteams bilden, die einen Tag lang für die Mahlzeiten zuständig sind – vom Einkaufen (am Tag vorher) bis zum Zubereiten.
  • Nur zwei Fleischgerichte in der Woche.
  • Möglichst Gemüse als Hauptbestandteil einer Mahlzeit.
  • Einmal in der Woche Fisch berücksichtigen.
  • Bewährte Rezepte („das schmeckt allen“) auswählen, aber auch mal experimentieren.
  • Täglich frisches Gemüse, Salate und Obst.
  • Vollkornbrot und -brötchen machen satter.
  • Fürs klassische Abendbrot: weniger oder keine Wurst, mehr Frischkäse und Kräuterquark und vegetarische Brotaufstriche („das schmeckt ja wie Leberwurst“).

 

Beim Einkauf:

  • Möglichst sogenannte „Direktvermarkter“ suchen (Hofläden).
  • Auf Wochenmärkten oder in kleinen Lebensmittel-/Gemüseläden stöbern.
  • In Bio-Läden einkaufen (nach Sonderkonditionen fragen, wenn man dort das Meiste einkaufen möchte).
  • (Bio-)Gemüselieferant*innen suchen (bringen dann die gewünschten Produkte, auch Milch etc.).

 

Gute Fragen an die Verkäufer*innen:

  • Welche Gemüsesorten kommen aus der Region? (kurze Wege, frische Produkte).
  • Welches Gemüse hat gerade Saison? (weniger Pflanzenschutzmittel).
  • Fleisch: Unter welchen Bedingungen wurden die Tiere gehalten? Kommt das Fleisch aus der Region? Kennen Sie den Landwirt?
  • Auf Bio-Label achten (artgerechte Haltung beim Fleisch, keine Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel bei Obst und Gemüse).

 

In der Küche und am Tisch:

  • Aufgaben nach Neigung der Teilnehmer*innen verteilen.
  • Raum lassen für Variationen und Fantasie. Jedes Rezept kann abgewandelt werden.
  • Spannende Namen für Gerichte ausdenken.
  • Wettbewerbe überlegen – z. B. ein Kochduell: Welche Gruppe kocht mit den gleichen Zutaten besser? Oder „Freizeit-Chefkoch-Team“ küren. Jede Gruppe kocht zweimal im Laufe einer Freizeit; fürs Essen gibt es kleine Bewertungszettel, die die Teilnehmer*innen ausfüllen. Am Ende erfolgt eine Auswertung und für das Sieger-Team gibt es die „goldene Schöpfkelle“.
  • Gestaltung der Mahlzeiten gemeinsam überlegen – Tischsitten, Tischdekoration. Die Mahlzeiten sollen nicht nur satt, sondern auch Spaß machen. Essen als zentralen Punkt in der Freizeitgemeinschaft anerkennen.