Produkte aus dem Fairen Handel

In einigen Ländern ist auch noch der Name „Max Havelaar“ in Gebrauch. Anbieter*innen wie die GEPA, El Puente und DWP (Fairhandelsgenossenschaft) verzichten jedoch teilweise oder ganz auf das Siegel, da sie noch höhere Anforderungen an ihre Produkte stellen.

Über die in den jeweiligen Ländern erhältlichen Produkte kann TransFair (www.fairtrade-deutschland.de) Auskunft geben. In Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Österreich sind Produkte aus Fairem Handel z. T. besser verfügbar als in Deutschland. Fast alle Supermärkte und Discounter verkaufen mehrere Produktlinien. In Österreich gibt es auch ein System von Weltläden und Aktionsgruppen, wie in Deutschland. Zum Standort der Weltläden im In- und Ausland kann der Weltladendachverband Auskunft geben (www.weltladen.de). In Ländern wie Schweden, Estland, Russland oder Frankreich sind Produkte aus dem Fairen Handel ebenfalls verbreitet und in Städten in der Regel gut erhältlich. Ländliche Regionen sind oft unversorgt.

Außerhalb des deutschsprachigen Raumes hat sich der Faire Handel nicht als eigenes System mit Fachgeschäften etabliert. Produkte aus dem Fairen Handel werden oft nicht in besonderer Weise präsentiert, sondern müssen im Regal gefunden werden.

Zusammen mit der GEPA testen aej und BDKJ NRW die Möglichkeit, Produkte aus Fairem Handel von Deutschland aus mitzunehmen. Dabei stellte sich heraus, dass die z. T. kleinen Gebinde (Reis nur bis 500 g Päckchen) eher unpraktisch aber nicht ernsthaft hinderlich sind. Im Jahr 2012 wird es einen Versuch geben, zumindest Reis auch in größeren Beuteln anzubieten. Ebenfalls ist geplant einen Sirup für ein faires Freizeitgetränk zu entwickeln. Das Produkt wird nach erfolgreicher Testphase beworben.

 

Freizeitküche auf fairen Handel trimmen

Zug um Zug sollte ein Produkt nach dem anderen angeschaut werden und zunächst mit einfachen Artikeln, wie bspw. Kaffee, Kakao und Gewürzen, begonnen werden. Diese Produkte lassen sich im Zweifelsfall auch aus Deutschland mitnehmen.

Erfahrungsberichte anderer Freizeiten mit Produkten aus dem Fairen Handel
können auf folgender Webseite abgerufen werden: www.ev-jugend-westfalen.de
(Handlungsfeld: Jugend & Eine Welt).

Reader "Faire Ferien"

Im Reader "Faire Ferien", für die Gestaltung von nachhaltigen Ferienfreizeiten, findet ihr viele Infos zum Fairen Handel, praktische Tipps für nachhaltige Freizeiten, Aktionsideen und fairen Rezepte für die ganze Gruppe. Praktischerweise enthält er auch einem Bestellbogen für fair gehandelte Produkte, die von erfahrenen Freizeitleitern und Freizeitleiterinnen empfohlen werden.

(Kooperationspartner des Readers: Vereinten Evangelischen Mission Wuppertal, Bund der Deutschen Katholischen Jugend,  Evangelische Jugend im Rheinland, Fair Trade e.V. und  GEPA – The Fair Trade Company).