Großer Gruppeneintopf

   
Saison : Jan Fragel
   

Zutaten :

2,5 kg Gemüse (Kartoffeln, Karotten, grüne Bohnen, dicke Bohnen, Zucchini, Paprika, Knollensellerie, Stangensellerie, Kürbis, Steckrüben, ... je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt)
2-3 Zwiebeln
3-4 Knoblauchzehen (mit dem Messer leicht gequetscht, nicht geschnitten)
2 l Gemüsebrühe
50 g Margarine oder Olivenöl
1 Prise Zucker
2,5 Bunde frische Kräuter (z. B. Petersilie, Bohnenkraut)
Speisestärke zum Binden

Rezept :

Gemüse waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Ungeschälte Zwiebeln halbieren und mit der Schnittseite in einer Pfanne mit wenig Fett rösten. Aus der Pfanne nehmen.

Geschnittenes Gemüse, die angebratenen Zwiebelhälften und den angedrückten Knoblauch in der leicht köchelnden Gemüsebrühe garziehen lassen. Dabei die harten Gemüsesorten (wie Kartoffeln, Karotten oder Steckrüben) zuerst hineingeben, die weichen Gemüse (wie Zucchini oder Kürbis) erst später. Das Gemüse sollte je nach Geschmack noch Biss haben.

Zwiebeln (und wenn möglich auch die zerdrückten Knoblauchzehen, manchmal schwer zu finden) wieder herausnehmen.

Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Ist der Eintopf zu dünnflüssig: Speisestärke in etwas kaltem Wasser anrühren und zum Eintopf geben. Kurz aufkochen.

Kräuter vorsichtig waschen, trocknen und fein gehackt oder geschnitten dazugeben.

Bemerkungen :

Sehr einfach und lecker an kälteren Tagen. In einen Eintopf gehört alles, was Saison hat und aus der Region kommt. Zucchini und grüne Bohnen im Sommer, Kürbis oder auch Steckrüben im Winter. Der Geschmack variiert von deftig bis leicht. Saisonaler geht es kaum! Einfach auf einem Markt oder in einem gut sortierten Gemüseladen stöbern und mit dem Verkäufer plaudern. Ruckzuck hat man die passenden Zutaten für einen „regionalen“ Eintopf zusammen. Prinzipiell gilt für die Zubereitung: weiche Zutaten (z. B. Zucchini) brauchen eine kürzere Garzeit als harte (z. B. Karotten oder Kartoffeln).

Eintöpfe schmecken am zweiten Tag noch besser! Daher lässt sich das Gericht prima am Abend vorher vorbereiten. Allerdings muss man darauf achten, dass der Eintopf bis zum nächsten Tag kühl steht. Ist der Topf abgekühlt und der Kühlschrank groß genug, dann wäre das die beste Variante. Ein kühler und dunkler Vorratsraum tut es aber auch. Beim Abkühlen und Aufbewahren außerhalb des Kühlschranks darauf achten, dass der Deckel nicht komplett aufliegt, da der Eintopf (wie Suppe übrigens auch) sonst leicht sauer wird (besonders im Sommer).

Die Reste eines Eintopfs lassen sich zu einer Cremesuppe pürieren und dienen so zum Beispiel als Vorspeise am nächsten Tag.

Alternativen :

In Südeuropa ist oft sehr aromatisches Olivenöl verfügbar. Zum Abschluss je nach Geschmack 2 bis 3 Esslöffel einrühren. Damit kann man dem Eintopf eine raffinierte Note verleihen.

Wie wär‘s mit einem Essen vom offenen Feuer? In einem Gulaschkessel (sehr verbreitet in Ungarn), den man mit einem Dreibein über dem offenen Feuer aufgehängt hat, kann man diesen herrlichen Eintopf zubereiten. Da muss man aber mehr Zeit bei der Zubereitung einplanen. Ein tolles Erlebnis bei einer Winterfreizeit und genau das richtige Essen, wenn die Winterwanderung vorbei ist.

Eine Lanze für die Steckrübe! Wer den Eintopf im Winter kocht, sollte unbedingt Steckrüben probieren. In manchen Regionen heißen sie auch Wruke, Kohlrübe, Butterrübe oder Gelbe Rübe (Schweiz). Ihr helles festes Fleisch erinnert im Geschmack an Kohl.
Die Steckrübe kam im 17. Jahrhundert aus Skandinavien nach Deutschland, daher auch eine weitere Bezeichnung: Schwedische Rübe. Heute wird sie in Mittel- und Nordeuropa angebaut. Erntesaison in Europa ist September bis Mai. (http://de.wikipedia.org/wiki/Steckrübe am 9.5.2011).
Der Eintopf bekommt eine exotische Note, wenn man geriebenen, frischen Ingwer zum Schluss dazugibt – gerade, wenn Steckrüben dabei sind. Aber Vorsicht: frischer Ingwer ist scharf, nicht übertreiben!

2 bis 3 Lorbeerblätter, die von Anfang an mit gegart werden, machen den Eintopf noch etwas deftiger.

Dieses Rezept ist vegetarisch schmeckt auch ohne Milchprodukte fantastisch.
Wer darauf aber nicht verzichten mag, kann den Eintopf zum Schluss mit Crème Fraîche oder etwas Sahne verfeinern.
Als deftige Einlage eignen sich Würstchen oder Mettenden.

Personen : 10
Zubereitungszeit : ca. 90 Minuten
Saison : Jan Fragel
Typ : In den Suppentopf geschaut
Zurück