Der Erntekalender

Saisonal einkaufen mit dem Erntekalender ist eigentlich ganz einfach

Foto: I. Rasche/pixelio.de

Es kommt einfach nur das in den Korb, was gerade in der Region wächst. Nur gibt es ein Problem:

Was wächst denn gerade?

Das Wissen darüber ist kollektiv verlorengegangen, weil der Anbau von eigenem Obst und Gemüse stark zurückgegangen ist und ebenso die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, auf denen Kinder ihre eigenen Erfahrungen mit dem Erntekalender der Bauern machen können. Der Blick ins Gemüseregal eines Supermarktes hilft da nicht weiter, die Jahreszeiten sind nicht mehr zu erkennen. Erdbeeren im Dezember, Spargel im Januar, Eisbergsalat das ganze Jahr. Das Obst- und Gemüseangebot gibt keine Orientierung.

Um das Geheimnis der saisonalen Ernte zu lüften, ist ein Gespräch mit der Großmutter oder dem Großvater sinnvoll. Was kam früher zu welcher Jahreszeit auf den Teller? Wie haben sie die gemüsearme Zeit nach dem Winter überstanden, als die Vorräte aufgebraucht und das frische Gemüse noch nicht gewachsen war? Sind sie damals satt geworden?

 

Saisonal, regional, bio - wer beim Einkaufen diese Grundsätze beherzigt, ist fein raus.

Denn frische Früchte vom Wochenmarkt oder aus dem Bio-Laden sind gesund und zur Erntezeit auch nicht teuer. Nebenbei fördert man durch den Kauf eine umweltfreundliche und giftfreie Landwirtschaft mit kurzen Transportwegen.

Mit Fantasie, guten Rezepten und einer Portion Experimentierfreudigkeit lässt sich aus dem, was vor Ort wächst rund ums Jahr Köstliches zubereiten.

 

Der Ernte-Kalender von Greenpeace gibt eine Orientierungshilfe.