Jugendfreizeitenhäuser

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Häuser. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Evangelische Kinder-, Jugend- und Familiengruppen nutzen für ihre Belange bis auf wenige Ausnahmen evangelische Tagungs-, Freizeiten- und Rüstzeitenhäuser, weil unter dem Dach dieser Häuser in christlicher Atmosphäre drei Dinge ungestört von anderen Gruppen möglich sind:

  • Verkündigung des Evangeliums durch Andacht, Gebet und Bibelarbeit,
  • christliche Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Mahlzeiten, Sport und Spiel - und
  • kirchliche Bildungsarbeit durch gemeinsames Gespräch über Glaubens- und Lebensfragen, informative Vorträge zur Geschichte und Gegenwart christlicher Gemeinden und ihren Aufgaben in Kirche und Gesellschaft. In einigen Häusern besteht die Möglichkeit der Nutzung einer Hausbibliothek mit christlicher Literatur.

Die evangelischen Häuser sind somit gottesdienstliche Räume in gleicher Bedeutung wie eine Dorf- oder Stadtkirche. Sie sollten in der Regel über einen „Raum der Stille“ verfügen.

Die oftmals schlichte Ausstattung der evangelischen Häuser ist nicht ein Ausdruck von Ärmlichkeit, sondern zumeist konzeptionell festgelegt worden. In einer Welt des vorübergehenden Überflusses und des oftmals unverantwortlichen Umgangs mit den Ressourcen der Schöpfung muss wieder gelernt werden mit Erfahrungen und Maßstäben des einfachen Lebens umzugehen.

Nicht Haben, sondern Sein; diesem Prinzip ist evangelische Arbeit mit jungen Menschen verpflichtet. Aufeinander Hören und gegenseitige Zuneigung in den Gruppen schaffen kreative Atmosphäre und Wohlbehagen in einem christlichen Haus, nicht ein Höchstmaß an Komfort.